Laut Psychologen: Der Grund, warum unser Bauchgefühl oft Recht behält.

Laut Psychologen: Der Grund, warum unser Bauchgefühl oft Recht behält.

Wir alle befanden uns schon einmal in einer Situation, in der sich etwas nicht richtig anfühlte. Es ist das sogenannte Bauchgefühl, dass uns manchmal warnt und uns dann auf den richtigen Weg verweist. Aber warum hat unser Bauchgefühl so oft Recht? Und warum fühlt sich etwas überhaupt nicht wirklich richtig an? Nun, dazu musst du zuerst einmal verstehen, wie unser Bauchgefühl funktioniert und wie es mit unserem emotionalen Einfühlungsvermögen zusammenhängt. Lies auch (Diese 10 Sätze von Psychotherapeuten werden dein Leben verändern)

Wir alle wurden mit einem emotionalen Einfühlungsvermögen geschaffen. Dies bildet das Fundament für unser Weltbild und unsere Perspektive. Diese Perspektive entspricht einer Mehrheitsperspektive und bildet die Grundlage für die subjektiven Eigenschaften dessen, was als gut und schlecht angesehen wird. Da du, so wie wir alle, in der Mehrheitsperspektive operierst, ist es deine persönliche Perspektive von gut und schlecht, die in dir vorherrscht.

Wenn du allerdings in der Situation bist, dass etwas im Gegensatz zu dieser Mehrheitsperspektive steht, siehst du es oft nicht als klares, leuchtendes Beispiel. Stattdessen hast du ein Gefühl oder einen Bauchgefühl, dass sich nicht richtig anfühlt. In diesem Moment stößt eine vorherrschende Situation oder ein Verhalten mit deiner empathischen Weltanschauung zusammen und die Alarmglocken gehen in dir los. Dies ist das sogenannte Bauchgefühl, das eintritt.

Es gibt aber auch Menschen, bei denen die Alarmglocken nicht oft oder weniger läuten, aber das sind die Wenigsten. Für die meisten, die empathisch sind, läutet die Alarmglocke durch ein Gefühl, das meist von negativen Glaubenssätzen oder Gedankengängen umschlossen ist.

Diese Sätze können zum Beispiel so lauten:

“Ich habe das Gefühl, nicht gut genug zu sein.”

“Ich habe das Gefühl, ich muss immer sofort reagieren.”

“Ich fühle mich überfordert.”

“Ich frage mich immer, ob mein Gegenüber ernst meint.”

“Es scheint, als würde ich ihm immer nachlaufen.”

“Es fühlt sich eher nach einer Verpflichtung als nach einer Freundschaft an.”

“Ich fühle mich unsicher.”

Wenn diese Alarmglocke ausgelöst wird, beginnt bei vielen Menschen allerdings das große Problem – Sie ergründen eine verfälschte Ursache. Und hier gibt es zwei Alternativen, die eintreffen können:

Bei der ersten Alternative ertönt deine Alarmglocke, aber du führst sie auf einen externen Grund zurück. Zum Beispiel denkst du, dass dein Gegenüber müde, erschöpft oder nicht zurechnungsfähig ist und sich deshalb so verhält. Vielleicht ist er gestresst oder steht unter Druck. Es könnte alles Mögliche sein, was du an dieser Stelle einsetzt.

Die andere Alternative ist, dass du denkst, dass die Ursache ein interner Grund ist, nämlich dein eigenes Verhalten: Du denkst, dass du zu empfindlich bist, zu direkt oder zu verärgert. Vielleicht denkst du auch, dass du gestresst bist oder einfach zu besorgt und dass deshalb dieses Gefühl in dir aufkommt. 

Wenn deine Alarmglocke läutet, führst du also das Gefühl, dass sich etwas falsch anfühlt, auf eine verfälschte Ursache zurück und missachtest dein Warnsystem. Du denkst, dass es wahrscheinlich andere Gründe hat und dass dein Warnsystem sich irrt, aber meist irrt es sich eben nicht. Und das ist ein fataler Fehler, den viele von uns immer wieder begehen.

Etwas, das deine Weltanschauung verletzt, verletzt die Logik deiner Welt. Deine Logik versucht dich zu warnen, indem es ein Gefühl oder eine Empfindung erzeugt, damit du Maßnahmen ergreifst. Und es ist die Verschleierung deines emotionalen Denkens, die eintritt und die nicht möchte, dass du auf die tatsächliche Quelle des Alarms achtest, sondern möchte, dass du dich davon ablenkst.

Dein emotionales Denken hält dich davon ab, auf dein Bauchgefühl zu hören

Dein emotionales Denken möchte nicht, dass du dich an die Logik deiner Welt hältst. Es möchte nicht, dass du auf den Alarm reagierst, indem du die wahre Ursache identifizierst und dann den logischen Schritt unternimmst, um weiteren Schaden in dir oder in deiner Gefühlswelt zu vermeiden. Denn gesund wäre es, sich von der wirklichen Ursache zu entfernen. Wenn du es zum Beispiel mit einem Narzissten zutun hast, dann könnte dies sehr gefährlich für dich werden.

Dein emotionales Denken möchte nicht das tust, was für dich am besten ist. Es möchte weder die tatsächliche Quelle des Alarms kennen noch auf diesen Alarm reagieren. Es möchte, dass du am falschen Ort suchst und die falsche Vorgehensweise wählst, damit du weiterhin mit dem Narzissten interagierst.

Dein emotionales Denken kümmert sich nicht um deine körperliche Gesundheit, deine emotionale Zufriedenheit oder dein geistiges Wohlbefinden. Es ist nicht daran interessiert, dass du von einer gesunden, normalen und gut angepassten Person umgeben bist. Das spielt für dein emotionales Denken keine Rolle. Lies auch (12 Symptome einer psychischen Erkrankung die du nicht ignorieren solltest)

Nimm dein Bauchgefühl ernst!

Für einige Menschen gibt es kein inhärentes Alarmsystem, und sie müssen sich selbst erst eines bauen. Es ist harte Arbeit, aber es ist nicht unmöglich. Die überwiegende Mehrheit von uns hat das Alarmsystem, aber es ist infiziert und führt zu Fehlfunktionen, indem wir an der falschen Stelle nach dem Problem suchen und nicht auf das eigentliche Problem reagieren. Glücklicherweise kann dieses fehlerhafte Alarmsystem behoben werden, obwohl es eine wiederholte und fortlaufende Wartung erfordert. Aber all die Arbeit zahlt sich am Ende aus. 

Unser Bauchgefühl hat meistens recht. Es gibt einen triftigen Grund, warum sich etwas nicht richtig anfühlt und das solltest du ernst nehmen. Es ist dein Frühwarnsystem, dass sich in heiklen Situationen einschaltet. Es ist nicht perfekt, aber es ist von grundlegender Bedeutung, dass du dies erkennst und verstehst. Nur so bist du dazu in der Lage, es zu perfektionieren und auszubauen. Lies auch (Diese 11 Anzeichen zeigen, dass du eine mental starke Person bist)

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