Warum zerstören wir die Dinge, die uns am wichtigsten sind, so einfach?

Written by: Gast

Published on: Dezember 26, 2018

Warum zerstören wir die Dinge, die uns am wichtigsten sind, so einfach?

Du kennst vielleicht diese Tage, an welchen du dein Leben oder Teile davon Revue passieren lässt. Und nicht selten merkst du dabei, dass du den einen oder anderen gewaltigen Fehler gemacht hast. Die eine oder andere – vielleicht sogar lustig gemeinte – Stichelei zum falschen Zeitpunkt. Ein paar unbedacht gesagte Sätze, die beim Gegenüber falsch angekommen sind – und schon ist ein Mensch aus deinem Leben verschwunden. Für immer. Und dieser Mensch mag vielleicht auch eine schmerzliche Lücke in deinem Leben hinterlassen haben, die dich auch nach Jahren noch traurig macht. Erst jetzt, wo dieser Mensch nicht mehr Teil deines Lebens ist, merkst du, wie wichtig er dir war.

Unentschlossenheit beflügelt Fehlentscheidungen

Wie so viele Menschen hast du wahrscheinlich auch den Wunsch, die Wahrheit zu finden und ein glückliches, erfülltes Leben zu führen. Aus diesem an sich positiven Antrieb entwickelt sich aber unter Umständen die Angst davor, dass du etwas falsch machen könntest. Das wiederum kann dich zum einen unentschlossen machen, eben weil du dir nicht sicher bist, ob eine bestimmte Entscheidung richtig oder falsch ist. Triffst du eine Entscheidung, die sich im Nachhinein als falsch herausgestellt hat, befeuert das wiederum deine Unsicherheit und du wirst noch unentschlossener.

Viele Menschen haben vor allem die Eigenschaft, dass sie unentschlossen darüber sind, welche Dinge ihnen am meisten bedeuten. Das macht viele unfähig zum richtigen Handeln, was nach außen hin oft wie Gleichgültigkeit wirkt, obwohl genau das Gegenteil der Fall ist. Damit zerstören wir jedoch jene Dinge, die uns im Grunde unseres Herzens wirklich wichtig sind. Statt zu Handeln hoffen wir also darauf, dass alles von selbst irgendwie in Ordnung kommen wird. Die tatsächliche Wahrheit dagegen akzeptieren wir nicht.

Bei Dingen, die uns dagegen weniger wichtig sind, sind wir Menschen mutig und sind auch bereit, einmal ein Risiko einzugehen. Schließlich haben wir in diesem Fall nichts zu verlieren. Der Schritt, etwas zu machen, um dies zu erreichen, fällt uns also wesentlich einfacher. Erreichen wir es dagegen nicht, ist es uns letztlich auch egal. Gelingt dir in diesem Fall etwas nicht, trauerst du auch nicht lange hinterher, wenn es nicht funktioniert. Hat etwas keine großartigen Folgen für dich, kannst du also auch leichter mit deiner Unsicherheit umgehen.

Die Angst vor dem Horror-Szenario

Bei jenen Dingen, die ihm wirklich wichtig sind, neigt der Mensch dazu, zögerlicher an die Sache heranzugehen. Dabei geht es nicht darum, dass die Betroffenen nicht handeln wollen oder sie das Ganze nicht interessiert. Vielmehr steckt hinter dieser Zögerlichkeit schlicht und ergreifend die Angst davor, etwas falsch zu machen und dadurch ein wahres Horror-Szenario heraufzubeschwören.

Menschen, die sich für bestimmte Sachen nicht zu interessieren scheinen oder schweigen, wenn sie den Mund aufmachen sollten, sollten wir also keinesfalls verurteilen. Dahinter können nämlich mehrere Dinge stecken. Vielleicht weiß er schon im Vorfeld, dass seine Liebe zu dir für ihn so besonders ist, dass er sich im Fall eines Scheiterns davon nicht erholen wird. Möglicherweise haben sie vor dir aber auch Angst. Oder sie bleiben auf Distanz, weil sie keine Emotionen in eine Beziehung investieren wollen, die für sie mit einem hohen Maß an Unsicherheit verbunden ist. Schließlich sind wir keine Kinder mehr, sondern Erwachsene – und wir versuchen, ein Scheitern in jedem Bereich des Lebens zu vermeiden.

Weil mit Risiko eine Gefahr verbunden ist

Wir Menschen sind also auch nicht bereit, eine Gefahr einzugehen, weil reale Dinge oft sehr schmerzhaft sein können. Schließlich birgt jedes Risiko, das wir eingehen, auch die Gefahr, dass wir scheitern könnten. Und dieses Scheitern hat unter Umständen schlimme Konsequenzen und kann allzu leicht außer Kontrolle geraten. Einige Dinge, die uns im Lauf unseres Lebens passieren, sollten wir also besser gleich ignorieren.

So ist das Scheitern vorprogrammiert

Das beste Beispiel für oft tragisches Scheitern sind Beziehungen. Dass selbst die glücklichste Beziehung scheitern kann, liegt allzu oft an den zahlreichen schlechten Gewohnheiten, die ein jeder von uns im Lauf seines Lebens entwickelt hat. Oft sind es auch nur dahin gesagte Worte. Denn während so mancher Kommentar einfach an uns abperlt, gehen andere Kommentare tief ins Herz. Dazu gehören vor allem folgende drei Sätze:

„Wenn du mich lieben würdest, würdest du es tun.“

Fällt dieser Satz, kann dir dein Partner allzu leicht contra geben, wie Alexandra Solomon, eine klinische Psychologin, sagt. Es besteht also die große Gefahr, dass sich aus dieser Bemerkung ein großer Streit entwickelt, bei dem es aussichtslos ist, dass du mit deinem Partner auf einen gemeinsamen Nenner kommst. Sie empfiehlt eine etwas einfühlsamere Herangehensweise. Geht es beispielsweise um Geschenke, solltest du besser sagen: „Ich habe Schwierigkeiten, zu verstehen, warum du mir so lieblose Geschenke machst. Die einzige Erklärung, die mir einfällt, ist, dass du mich nicht wirklich liebst.“

„Warum ist es zwischen uns nicht mehr, wie es früher war?

Sagst du diesen Satz, zeigst du damit, dass du die Realität nicht akzeptierst, dass sich eine Liebe im Lauf der Zeit verändert, sobald beide Partner die rosarote Brille abgelegt haben. Weich also nicht aus oder stell rhetorische Fragen. Besser ist es, direkt das zu verlangen, was du aus früheren Zeiten vermisst. Du könntest dir beispielsweise, einmal wieder auszugehen, so wie früher. So kritisierst du den Partner nicht direkt und vermittelst ihm auch nicht das Gefühl, dass du unglücklich bist.

„Du benimmst dich wie dein Vater!“

Diesen Satz solltest du ausschließlich dann benutzen, wenn er als Kompliment gemeint ist. Denn damit brichst du mit Sicherheit einen Streit vom Zaun, weil du damit in deinem Partner eine Abwehrhaltung auslöst. Besser ist es, wenn du jenes Verhalten, das dir nicht gefällt, beschreibst und mit dem Partner darüber sprichst, was sein Verhalten in dir auslöst. So kannst du mit deinem Partner vernünftig diskutieren und ihr könnt gemeinsam eine Lösung finden. Hier findest Du meine Bücher (Hier klicken)

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