Wie es war, mit einem Manipulator zusammen zu sein.

Written by: Gast

Published on: September 14, 2018

Er war ein unberechenbarer Lügner und seine ständigen Kontrollfragen zermürbten mich förmlich. Aber aus irgendeinem Grund liebte ich ihn. Ich konnte nicht anders, ich habe es so oft versucht ihn zu verlassen. Ich brauchte eine Weile um zu begreifen was diese Beziehung mit mir anstellt, doch erst als alles vorbei war, konnte ich die Dinge klar vor mir sehen.

Ich erkläre Dir wie es war mit einem Manipulator zusammen zu sein:

Ich wusste nie, wohin das mit uns geht und wo wir gerade stehen.
Es gab Tag wo alles wunderschön war und andere die mich richtig zerbrachen- es war irgendwie alles völlig abhängig von seiner Laune. Wenn er einen guten Tag in der Arbeit hatte würde er mich mit Liebe und Zuneigung überschütten.

Und wenn er einen schlechten Tag hatte, war ich froh wenn er mehr als zwei Worte mit mir spricht. Unsere Beziehung war wie jede andere – wir hatten Höhen und Tiefen, der unterschied aber bei uns war, dass es immer mit seiner Stimmung verbunden war, ob wir eine Höhe oder Tiefe haben werden.

Er konnte unglaublich gut Reden.
Er wusste genau was er sagen soll und wann er es sagen sollte. Er war so gut er hätte Politiker sein können- so gut wie jedes Wort aus seinem Mund, war gut durchdacht und berechnend, und doch waren es Lügen.

Er wusste meine Schwäche anzuvisieren und sie subtil anzugreifen, er wusste genau was er gegen mich einsetzen konnte um zu bekommen was er will. Er wusste auch was ich gerne hören will. Wenn er fühlte, dass ich mich zurückziehe, kam er angekrochen und schmeichelte mir so lange bis ich nicht anders konnte, als wieder in seinen Armen einzuschlafen.

Ich war der „Arbeiter“ in unserer Beziehung.
Ich habe immer mehr für die Beziehung getan als er- ich musste ja auch, weil er immer nur das Nötigste tat, Hauptsache ich bleiben bei ihm. Ich war diejenige die ihm morgens nach dem wach werden schrieb und die Pläne für unsere gemeinsame Zeit machte.

Um ehrlich zu sein, ich glaube nicht dass wir uns jemals getroffen hätten, wenn ich nicht gewesen wäre, um all die Treffen zu organisieren. Ich gab 100% während er vielleicht 5% investierte und sich zurücklehnte. Mein Ex war jemand der nimmt und ich jemand der gab und gab und gab.

 

Mein Leben drehte sich nur noch um ihn.
Wenn ihr mir seine Zuneigung gab, war ich glücklich und wenn er mich ignorierte, fühlte ich mich so als wäre es meine Schuld, dass er so zu mir ist. Mein Stimmung war vollkommen abhängig von ihm. Ich habe nicht einmal mehr meine Freunde getroffen, weil ich ihn nicht vernachlässigen wollte.

Sein Pläne waren nie abhängig von mir, er unternah was mit seinen Freunden wann er wollte und wenn es ihm mal passte, quetschte er ein treffen mit mir dazwischen. Ich musste immer bereit sein für ihn, und durfte ihn ja nie versetzen. Mein Leben drehte sich wirklich nur noch um ihn und ich glaube er wusste das. Verdammt ich glaube er hat es geliebt, mein Leben in seiner Hand zu haben!

Es gab keine Kompromisse bei ihm.
Es gab keine Möglichkeit sich mit ihm zu einigen- es war entweder so wie er will oder gar nicht. Ich bin jemand, mit dem man einen Kompromiss schließen kann und es hat mich sehr verletzt dass er sowas einfach nicht konnte.

Etwas normales wie ins Kino zu gehen war mit ihm wirklich anstrengend, wenn er einen Film sehen wollte, dann wurde der auch gesehen. Es gab da selten eine zweite Meinung. Er hat sich auch nie Entschuldigt bei mir, weil er nur das sieht was er sehen möchte. Er war nicht nur ein Manipulator er war auch durch und durch ein Narzisst.

Ich lebte zeitweise in Angst.
Er war Meister darin, mich emotional zu brechen. Seine Launen waren allgegenwärtig und es schien manchmal so als ob sich seine Gefühl für mich plötzlich änderten. Eines morgens sagt er, dass er mich über alles liebe und im nächsten Moment würde er sagen „Du bist nicht das, was ich mir als Frau vorgestellt habe!“

Ich lebte in der Angst dass ich eines morgens aufwache und er mit mir Schluss machen würde. Ich glaube sogar, es war ein Mittel mich gefügig zu machen. Er wollte durch diese Manipulation ein Gefühl der Angst in mir auslösen und er fütterte diese Angst auch ständig mit seinem Verhalten. Rückblicken wünschte ich mir so oft „Ach hätte er doch einfach Schluss gemacht!“

 

Er wollte immer die Kontrolle behalten.
Ich habe alles getan was er gesagt hat. Zugegeben er hat mich nie um etwas verrücktes gebeten, aber ich würde seine Einkäufe erledigen und viel Papierkram machen damit er sich ausruhen kann, ich tat wirklich alles und das wann immer er mich brauchte.

Er hat alle Entscheidungen getroffen- er hat unsere Beziehung im Griff gehabt. Er hat gemacht was immer er will. Ich habe nicht lange darüber nachgedacht wieso ich das zulasse, ich war einfach zu verliebt. Ich dachte immer unsere Beziehung ist halt so wie jede andere, aber offensichtlich lag ich falsch.

Bei ihm gab es kein „Reden“.
Am liebsten nahm er meine Worte und verwendete sie als Waffe gegen mich. Wenn ich sagte, dass ich über etwas verärgert war, würde es umdrehen und sich zum Opfer machen. Eine Minute lang würde ich sehr wütend sein und in der nächsten würde ich mich entschuldigen, dass ich seine Gefühle verletzt habe.

Ich hatte einfach diese unglaubliche Angst ihn zu verlieren. Ich wusste insgeheim er war pures Gift und doch konnte ich nicht loslassen. Es ergab alles keinen Sinn. Um ehrlich zu sein, war es fast schon beeindruckend wie er schnell er eine Situation manipulieren konnte. Hatte nicht viele berühmte Diktatoren diese Charaktereigenschaft?

Er änderte sich nicht, bis ich ihn verließ.
In dem Moment in dem ich ihn aufgab, änderte er seine Art. Nachdem wir uns getrennt hatten und er merkte dass ich es ernst meine mit der Trennung, überschüttete er mich mit seiner Liebe. Er sagte mir, dass er nur mich liebe und dass seine Unsicherheiten der Grund waren, warum er sich so benahm.

Ja vielleicht sagt er die Wahrheit, aber leider glaubte ich kein Wort mehr das aus diesem Mund kam. Der Schaden den er an mir angerichtet hat, ist Unverzeihbar und es gab für mich kein Zurück mehr. Ich wollte ihm das Beste wünschen, aber er hatte es schon gehabt und seine Chance vertan. Das Beste in seinem Leben war ich, dass weiß er heute und ich weiß es auch. Ich habe nämlich etwas besseres verdient, als einen Manipulator. Meine Bücher bekommst Du hier.

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