Zu viele Frauen und Männer sind davon überzeugt, nicht liebenswert zu sein.

Written by: Gast

Published on: August 9, 2018

Warum denken so viele Menschen von sich, es nicht verdient zu haben, geliebt zu werden? Klar, die Wenigsten zeigen es nach außen, aber lernt man sie erst mal richtig kennen, bekommt man so einige Statements mit, die darauf schließen lassen, dass sie sehr schlecht von sich und ihren „Marktchancen“ denken.

„Als wenn einer mich haben wollen würde.“, sagt die Freundin abfällig über sich selbst. „Nee, lass mal, die spreche ich nicht an. Die ist eine Liga zu hoch für mich.“ erklärt der Kumpel beim Männerabend in der Bar. Oder auch nur das verlegene Weggucken, wenn Frau oder Mann auf der Straße offensiv angeflirtet wird, obwohl es doch eigentlich gefällt.

Viel zu viele Leute denken von sich, dass sie es nicht wert sind, geliebt zu werden. Dass sie quasi nicht liebenswürdig sind. Und dabei spielt es gar keine Rolle, ob da eine Frau oder ein Mann spricht. Von Frauen bekommt man es nur öfter zu hören, weil sie generell eher das Geschlecht sind, das offener mit Themen umgeht und in Sprache ausdrückt. Obwohl die meisten es wohl eher für sich behalten, als so offenkundig auszuplaudern wie manche Frauen, fühlen viele Männer aber genauso.

Zu viele Frauen und Männer sind davon überzeugt, nicht liebenswert zu sein.

Warum? Wenn man sich diese Personen einmal ansieht, kann man es meistens gar nicht fassen, dass sie so vernichtend von sich selbst denken. Oft sind es gerade das gutaussehende Model mit Traummaßen oder der braungebrannte Typ, der regelmäßig die Mukkibude besucht, die so über sich schlussfolgern. Die haben doch eigentlich gar keinen Grund dazu, oder?!

Aber nichts kommt von ungefähr. Ein Außenstehender weiß nicht, was diese Menschen dazu gebracht hat, innerlich so zerstört zu sein.

Ganz oft steht dahinter eine gescheiterte Beziehung mit einem Menschen der schwach war und diese Schwäche an seiner Freundin oder seinem Freund ausgelassen hat.

Schwache Menschen ertragen es nicht, sich klein zu fühlen, während jemand neben ihnen stark, selbstbewusst, heiß oder klug ist. Haben sie das Gefühl, neben ihrer Partnerin oder ihrem Partner unterzugehen, wählen sie oft einen sehr feigen Weg, damit umzugehen: Sie machen die andere Person schlecht.

Der oder die Ex hat sie runtergemacht und sie haben diese zerstörerischen Dinge geglaubt.

„Du hast nie Zeit für mich, andauernd machst du was mit deinen Jungs und gehst trainieren. Du lässt mich alleine. Du bist egoistisch und eingebildet und ein schlechter Freund.“, wirft ihm seine Freundin an den Kopf, dabei hat er doch erst letztens seine Kumpels versetzt, um einen schönen Abend mit ihr zu verbringen.

„Erzähl doch keinen Stuss. Halt dich aus Dingen raus, von denen du sowieso keinen Schimmer hast.“, fährt er sie an, als sie ihm zu intelligent rüberkommt und er sich deshalb unwissend fühlt.

Das Problem ist immer dasselbe: Anstatt einzusehen, dass er oder sie selbst ein geringes Selbstwertgefühl hat und es Zeit wäre an sich zu arbeiten, wird dem anderen gesagt, dass er oder sie nicht richtig sei.

Viele Probleme werden leider so geregelt, dass der eine den andern runtermacht, weil er sich schlecht mit etwas fühlt. Dabei liegt der Konflikt eigentlich ganz woanders begraben. Gutmütige Menschen werden dann leider viel zu oft zum Opfer und nehmen an, was der Partner Vernichtendes über sie sagt. Sie verinnerlichen es und je öfter sie es hören, desto tiefer sitzt es in ihnen und wird zu einer Überzeugung, die sie nicht so leicht wieder loswerden.

Ihr seid es wert!

An diese Frauen und Männer lässt sich nur eins sagen: Jeder, ja wirklich jeder Einzelne auf der großen Welt ist liebenswert! Er oder sie muss dafür gar nichts tun und kann einfach sein wie er oder sie ist.

Und glaubt mir, eines Tages, werdet ihr diesen Menschen finden, der euch für das liebt, was ihr seid, der eure Eigenschaften schätzt und euch nie ändern möchte und der stolz ist, euch an seiner Seite zu haben!