So läuft die Beziehung eines Empathen und eines Narzissten ab. Erklärt in 27 Schritten.

Wenn du ein Empath bist, fühlst du intensiv und bist empfindsam. Du fühlst dich in andere ein und sie beeinflussen dich oft auch ohne dass du es merkst. Narzissten sind so ziemlich das Gegenteil davon. Ein Narzisst ist total auf sich selbst bezogen und interessiert sich nicht für andere.

Was passiert, wenn diese zwei Menschen eine Beziehung eingehen, zeigen die nächsten 27 Schritte.

Der Anfang Mein Narzissmus Ratgeber (Buch)

1. Der Empath und der Narzisst gehen eine Beziehung ein. Der Empath ist überglücklich, jemanden zu haben, dem er seine Zuneigung schenken kann. Die Nähe des Narzissten reicht ihm vollkommen aus, dass er sich total verliebt und erfüllt fühlt. Der Narzisst tut dagegen wenig, um dem Empathen zu zeigen, dass er ihn liebt, aber das merkt der Empath nicht.

2. Die Liebe und die Verbindung wird stärker – zumindest glaubt das der Empath. Er beginnt, sich voll und ganz in die Beziehung zu geben.

3. Die völlige Hingabe des Empathen ist genau das, was der Narzisst erreichen will. Er tut alles, um die Kontrolle zu haben. Er spielt dem Empathen vor, dass sie eine unzerstörbare Beziehung haben, die er genau so sehr möchte, wie der Empath. Aber das ist nur gespielt.

Die Illusion

4. Nun fängt der Narzisst an, den Empathen „klein“ zu machen. Er kritisiert ihn. Anfangs nur ganz leicht und harmlos, indem er im vermittelt, „er wolle ihn ja nicht verletzen, aber …“. Der Narzisst hat immer mehr auszusetzen und gibt dem Empathen das Gefühl, er könne nichts richtig machen.

5. Der Empath glaubt, dass er nicht viel zustande bringt und froh sein kann, den Narzissten zu haben. So wird er immer abhängiger vom Narzissten.

6. Der Narzisst übernimmt nun jede Entscheidung und bestimmt alles. Er hat die völlige Kontrolle über die Beziehung.

7. Der Empath wird weiterhin sehr einfühlsam sein und alles für den Narzissten tun, denn er sieht nicht, was dieser mit ihm macht. Alles dreht sich für den Empathen nur um den Narzissten und er empfindet es als seine Hauptaufgabe diesen glücklich zu machen, für ihn da zu sein und ihm jeden Wunsch von den Lippen abzulesen.

8. Der Narzisst verstärkt das, indem er den Empathen manipuliert und sich darstellt, als bräuchte er noch mehr Zuwendung, worauf der Empath natürlich gerne eingeht.

9. Der Empath wird dem Narzissten aber nie mit seiner Liebe helfen können. Das weiß er nur leider nicht. Die tiefen Verletzungen im Inneren des Narzissten werden durch das hingebungsvolle Herz des Empathen nicht geheilt werden können.

10. Der Empath wird immer „kleiner“ und steckt seine eigenen Bedürfnisse zurück. Er möchte dem Narzissten helfen und ihn glücklich machen und versucht deswegen alles zu tun, was der Narzisst möchte.

11. Der Narzisst wird so immer noch mächtiger in der Beziehung.

Die zweite Illusion 

12. Der Empath wird zunehmend unglücklicher und erwacht schließlich irgendwann. Er bemerkt, dass er seine Bedürfnisse komplett zurück gesteckt hat und wie sehr ihn das belastet. Er redet darüber mit dem Narzissten.

13. Das stößt dem Narzissten sauer auf. Er gibt dem Empathen das Gefühl, nicht richtig zu sein oder zu übertreiben. Er versucht den Empathen runterzumachen, um wieder die Macht zu erlangen.

14. Diese Situation ist für den Empathen fast nicht auszuhalten. Er fühlt sich nun unglaublich schuldig und als wäre er wertlos, weil er dem Narzissten so ungerecht gegenüber war, so denkt er zumindest.

15. So wird der Empath ein zweites Mal illusioniert und ausgenutzt, ohne dass er es merkt.

16. Der Empath wird nie Erfolg damit haben, mit dem Narzissten ein Gespräch über seine Gefühle zu führen. Immer endet es damit, dass der Empath sich schuldig fühlt und der Narzisst ihm vermittelt, dass er alleine Recht hat.

17. Das zerstört den Empathen langsam aber sicher. Er fühlt sich unsicher und als wäre er nicht „richtig“. Es breitet sich ein tiefer Schmerz in ihm aus, der nicht so schnell wieder verschwinden wird.

Das Erwachen

18. Irgendwann erkennt der Empath, dass der Narzisst seine Liebe nicht verdient hat und dass sein ganzer Aufwand dem Narzissten nicht helfen wird. Er wird lernen nicht jedem zu vertrauen.

19. Langsam geht dem Empathen ein Licht auf, dass der Narzisst sich nie ändern wird und dass es nur immer schlimmer wird.

20. Und er sieht ein, dass er die Vorstellung, dem Narzissten helfen zu können, loslassen muss, damit beide ihre eigenen Wege gehen können.

21. Der Empath bemerkt, dass er derjenige ist, den die Beziehung zerstört hat und dass er sich jetzt selber helfen muss.

Der Schlussstrich

22. Der Empath beendet, schweren Herzens, die Beziehung und bleibt gebrochen zurück.

23. Für den Narzissten ist es, als wenn nichts gewesen wäre und schnell hat er die Beziehung hinter sich gelassen und auch alles, was der Empath ihm Wertvolles entgegen gebracht hat.

24. Für den Empathen wird es nicht so einfach sein, damit abzuschließen, aber mit viel Selbstreflexion und harter Arbeit an sich, kann er lernen, sich wieder anzunehmen und das Vergangene zu akzeptieren.

25. Der Narzisst geht seinen Weg weiter und wird schnell wieder jemanden finden, den er verführen und manipulieren kann. Er hat sich nicht ein Bisschen verändert.

26. Der Empath hingegen wird durch diese Erfahrung wachsen, stärker werden und gelernt haben, zweimal hinzusehen, wem er sein Herz schenkt.

27. Man sagt, dass Empathen die „Heiler der Nation“ seien. Das „Helfen“ ist in sie hineingelegt und ihre Lebensaufgabe. Mit ihrem guten Herz und ihrer hingebungsvollen Liebe bringen sie etwas sehr Wertvolles in unsere Welt. Ein Narzisst wird das nicht vollkommen zerstören können. Aber er wird es auch nie zu schätzen wissen. Hier bekommst Du mein Buch

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