Die Psychologie des Loslassen‘s: 9 Tipps um Dir durch eine Trennunsphase zu helfen.

Written by: Deno Licina

Published on: April 13, 2018

Eine Trennung kann schlimm und sehr schwächend sein. Manchmal kann sie auch körperliche Schmerzen auslösen, da emotionale und körperliche Schmerzen tatsächlich die gleichen Hirnregionen stimulieren. Dazu kommen noch Stresshormone wie Cortisol und Adrenalin hinzu, die durch deine Venen fließen und dich mit überwältigender Kraft zurückhalten Vorwärts zu kommen im „Heilungsprozess“. Doch unbewusst stehen wir uns selbst im Weg, weil wir immer wieder in die selben „Muster“ verfallen…

Glücklicherweise lehrt uns die Psychologie, wie wir aus diesen für uns „giftigen Mustern“ ausbrechen können. Das Geheimnis besteht darin, deine Emotionen selbst in die Hand zu nehmen und dich von der „rationalen“ Facette deiner Persönlichkeit durch diese Trennungsphase führen zu lassen. Hier nun 9 Tipps die es dir vielleicht ein wenig „leichter“ machen:

1. Respektiere deine Gefühle!

Eine der wichtigsten Lektionen, die wir aus der Psychologie lernen können ist, dass wir respektieren müssen wie wir uns fühlen, keine Ausreden, kein Schönreden und keine Augenwischerei! Wir müssen uns gegenüber ehrlich sein und anerkennen in welcher Situationen wir gerade stecken, um es uns selbst erlauben zu können diese Gefühle rauszulassen und zu realisieren dass es sich nicht um etwas handelt für das wir uns „schämen“ müssen.
Einfacher gesagt; Emotionen die nicht ausgedrückt werden, werden immer irgendwo ihr Ventil finden, manchmal in Form Rachegedanken die uns vergiften oder sie äußern sich in Abwehrmechanismen die uns dazu bringen uns zu verschließen und das ist für unsere Mentale Gesundheit Gift! Dieses kann zu ernsteren emotionalen oder psychischen Problemen führen, weshalb wir weinen sollten, wenn wir es müssen. Wir dürfen Traurig sein, wenn wir es müssen und dem Schmerz so erlauben von selbst abzuklingen, ohne ihn mit Gewalt zu versuchen zu ersticken, zu ertränken oder zu betäuben…

2. Vermeide Auslöser.

Wenn du eine Wunde hast, sagt man dir immer „Hör auf daran rum zu kratzen, sonst verheilt das ja nie!“ genauso solltest du deinen Zustand nicht noch weiter verschlimmern, in dem du weiter in einer Welt lebst, die in der Realität nicht mehr existiert. Einfach oder? Aber nicht so einfach, wenn es um eine emotionale Wunde geht. Ab einem Gewissen Punkt wird sich unser Gehirn beruhigen und die Neuronen die diesen emotionalen Schmerz verursachen werden aufhören den Krieg in deinem Kopf anzufeuern. Aber es ist schwer vorauszusagen wann sie aufhören werden, denn wir könnten ja auf „Auslöser“ stoßen die diese emotionale Wunde wieder aufreißen.

Deshalb, hör auf, die alten Fotos durchzugehen. Hör auf, die süßen alten Mails erneut zu lesen. Meide Orte und Dinge die dich an sie erinnern, zumindest für eine gewisse Zeit. Die Neurowissenschaft sagt uns, dass wenn eine längere Beziehung endet, wir die Tendenz haben die guten Dinge aus dieser Beziehung hervorzuheben und wir entwickeln ein zwanghaftes Denken dass uns einredet, dass der Großteil der Beziehung perfekt war. Unser Verstand spielt verrückt, weil wir starke Nervenbahnen aufgebaut haben, die uns Komfort und Sicherheit vermittelt haben neben dieser Person. Doch die gute Nachricht ist, dass wir in der Lage sind neue Wege und neue Nervenbahnen zu schaffen, mit neuen Menschen, weil das Menschliche Gehirn sehr flexibel ist. Das heißt, wir können mehrmals im Leben die beste Zeit unseres Lebens haben!

3. Betrachte die Situation (auch wenn es dir schwer fällt) aus einem Objektiven Blickwinkel.

War die Trennung wirklich überraschend oder hat dein Bauchgefühl dir schon immer gesagt, dass etwas nicht in Ordnung ist, aber du hast dich geweigert der Wahrheit ins Auge zu blicken, weil die Selbstlügen die du dir erzählt hast, einfach süßer geschmeckt haben? Glaubst du wirklich, dass niemand dich jemals auf die Gleiche Weise lieben wird, dass du nie wieder Liebe finden wirst? Beziehungen beginnen und enden jeden Tag. Unerwartete Liebesgeschichten werden auf höchst überraschende Weise geschrieben und abgeschlossen. Hör auf zu denken, dass diese „schöne Zeit“ in deinem Leben einmalig war!

4. Nimm dir mal Zeit und denke kühl und fokussiert darüber nach, wieso es nicht funktioniert hat.

Wochen nach der Trennung, im Einklang mit der Objektivität solltest du auch mal über die negativen Eigenschaften deines Ex-Partners oder über die negativen Geschehnisse in der Beziehung nachdenken, denn das würde deinem Verstand helfen, einen Sinn für das Geschehene zu entwickeln. Denn wenn man Dinge durch die rosarote Brille sieht, wirken alle warnenden Hinweise, wie „dummes Gerede“. Lass diese Vorstellung von einer „Perfekten Beziehung“ die ihr angeblich hattet los, denn wäre sie das, würdest du das hier jetzt nicht lesen. Diese Vorstellung in deinem Kopf, steht im Konflikt mit der objektiven Realität, die du nun vor dir hast, ohne rosarote Brille. Hilf deinem Verstand und dir selbst zu akzeptieren, dass die Beziehung dir ihr hattet alles andere als glücklich/perfekt war und das sie aus einem bestimmten Grund endete.

5. Suche die Schuld nicht ausschließlich bei dir.

Auch neigen wir dazu, uns selbst die Schuld für eine Beziehung zu geben die nicht funktioniert hat. Aber letztendlich, wenn du derjenige bist, der von deinem Partner verlassen wurde, sind es nicht deine Unzulänglichkeiten und Fehler sondern ihre Wahrnehmung davon, wie ihr Partner sein sollte. Es ist ihr Verständnis davon, wie eine Beziehung sein sollte. Du bist nicht hübsch genug? Du bist nicht genug hiervon nicht genug davon?? Das bedeutet nicht du bist „hässlich“ oder „nicht genug für irgendjemanden“, es ist nur ihre Definition dessen was für sie „hübsch“ ist, es ist nur ihre Wahrnehmung deines Charakters, nicht dein wahres Ich was sie da beurteilen, am Ende des Tages ist es NUR eine Meinung von 8 Milliarden Menschen, also mach dir nichts aus einer einzigen Meinung von 8 Milliarden möglichen Meinungen über dich.

6. Glaube an dich und deinen Geist.

Manchmal vereinfachen wir es uns, in dem wir uns einreden, dass es nur darum geht unseren Verstand „auszutricksen“, weil wir glauben, dass „Ablenkung“ die Lösung ist. Die Psychologie sagt uns, dass der Glaube an unsere Fähigkeiten und der Glaube daran, dass wir die Situation kontrollieren können, der erste Schritt ist, um darüber hinweg zu kommen. Unser Denken beeinflusst das Ergebnis (selbsterfüllende Prophezeiung) deshalb ist unsere Mentale Einstellung gegenüber einer Trennunsphase von starker Bedeutung, denn wer sich da verliert, verliert sich womöglich für immer, weil er nie wieder zu mentaler Stärker zurückfindet. Viele vergessen, dass das erleben von einem harten Trennungsschmerz dem eines süchtigen auf Entzug gleicht. Es werden schließlich die selben Teile des Gehirns stimuliert! Sprich, es wird hart, aber es vergeht!

7. Sprich darüber.

Über das Problem zu sprechen ist Therapie (mit guten Freunden z.b) weil wir desensibilisiert werden und wir besser verstehen was da passiert, weil wir es rauslassen und so zu lassen, dass jemand uns seine objektive Sicht auf die Situation aufzeigt. Wir verarbeiten Informationen und manchmal entdecken wir bei solchen Gesprächen Details, die uns eine andere Perspektive in diesem Prozess erlauben.

8. Selbstachtung.

Selbstachtung ist in der Regel unser Maßstab für unser soziales Leben. Wenn wir mit unserem sozialen Leben zufrieden sind, erhöht sich unser Selbstwertgefühl. Ein solider Freundeskreis der dich in so einer Phase unterstützt, macht genau das, es gibt dir deine Selbstachtung wieder. Studien zeigen auch, dass Menschen mit höherem Selbstwertgefühl besser mit Trennungen umgehen können, weil sie dazu neigen, sich selbst weniger Vorwürfe zu machen. Also, mach dir keine Vorwürfe, es musste einfach so kommen!

9. Finde Dinge, auf die du dich freuen kannst.

Dein Motto sollte mehr sein, als einfach nur „beschäftigt“ zu sein um sich unbewusst „ablenken“ zu wollen. Du solltest dir neue Ziele setzen. Dir neue Gewohnheiten aneignen . Dies ist wichtig um fortfahren zu können mit deinem selbstständigen Leben, denn alte Gewohnheiten und alte Routinen, die mit deinem Ex verbunden sind, solltest du nicht beibehalten. Trotz dem Verlust der Liebe sollte es etwas geben, dass dich immer noch aufgeregt hält, dir immer noch die Freude am Leben gibt. Du solltest Dinge finden die dich erfüllen, eine Leidenschaft für neue Hobbys entdecken, Reisen, Feiern und vor allem solltest du endlich realisieren, dass du im Leben niemanden brauchst um wirklich erfüllt und glücklich zu sein, außer dich selbst und Menschen die dich wertschätzen und respektieren….